W&K-Forum Klassentausch - Kunst und Forschung in Schule und Alltag

Date

Künstlerische Forschung mit Kindern und Jugendlichen im Kontext sozialer und ökonomischer Ungleichheiten

Diskussion mit Elise von Bernstorff, Esther Pilkington und Tatia Skhirtladze. Moderiert von Sonja Prlić

Wie leben Kinder in anderen Stadtteilen?
Bin ich arm oder reich?
Was passiert in einem Gericht und wie kann man mit Handys Kunstwerke erschaffen?

Diese und andere Fragen stellen sich Kinder und Jugendliche, wenn Künstler_innen mit ihnen gemeinsam Forschungsprojekte in Schulen und sozialen Zentren initiieren. Sie thematisieren auf unterschiedliche Weise Aspekte von gesellschaftlichen Ungleichheiten. Künstlerische Forschung mit Jugendlichen ist ein relativ junges Feld, das jedoch auf der langen Tradition von partizipativer und sozial engagierter Kunst aufbaut. Oft sind Hoffnungen daran geknüpft, dass Kunst soziale Schranken überwinden könne.

In der Veranstaltung stellen drei Künstlerinnen innovative Projekte vor, in denen sie mit Kindern und Jugendlichen künstlerisch forschen. Esther Pilkington präsentiert das mit dem Hamburger Stadtteilkulturpreis ausgezeichnete Forschungstheater KLASSENTAUSCH, bei dem Schüler_innen zweier Klassen in unterschiedlichen Stadtteilen einen Tag lang die Plätze tauschen und ihre Erfahrungen im Rahmen einer gemeinsamen Performance teilen. Elise von Bernstorff stellt eine Projektreihe vor, in der sie mit Jugendlichen die Abläufe in einem Gericht erforscht und Tatia Skhirtladze berichtet über das Projekt HANDY PICTURES, bei dem Jugendliche in Armenien, Aserbaidschan und Georgien Kunst mit Mobiltelefonen machen.

In der Diskussion stellen wir uns den Fragen: Wie sind solche künstlerischen Forschungsprojekte zu gestalten? Welche Rollen spielen Kunst, Forschung, Pädagogik und soziale Fragen – und wo und wie kommen dabei die Jugendlichen selbst zu Wort?

Eine Veranstaltung im Rahmen des Forschungsprojekts „Schnittstellen“ (eine Kooperation des MediaLab der Universität Mozarteum und gold extra), das sich den Synergien von Medienkunst und den medienkulturellen Lebenswelten von Schüler_innen einer städtischen Neuen Mittelschule widmet.

Gefördert durch das Land Salzburg