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Choreographie nach Kleists „Die Verlobung in St. Domingo“

Tommy Noonan

Kleist beruft sich in seinen Erzählungen wiederholt auf Kategorien wie Ordnung, Vernunft und Zivilisation und untersucht diese gleichzeitig in schwer zu bewältigenden Umgebungen von Ausnahmezustand und Chaos. "Die Verlobung in St. Domingo" dient als narrativer Rahmen für eine Performance, die sich diesen Kontroversen stellt. In der Abenddämmerung begibt sich das Publikum zum Schießstand der Deutschen Versuchs- und Prüf-Anstalt für Jagd- und Sportwaffen (D.E.V.A.) in Schussweite zu Kleists Sterbeort am Kleinen Wannsee, wo sich ein komplexes Zusammenspiel von Körpern und Waffen entfaltet. Dabei gilt es, die Gratwanderung zwischen Fiktion und Realität, zwischen Ordnung und Chaos immer wieder auszuloten.

In Kooperation mit gold extra, Studio Blixa 6 und enthusiastic encounters.

Tommy Noonan (*1983) ist Tänzer, Choreograph und Mitbegründer des internationalen Künstlernetzwerkes "Sweet and Tender Collaborations". Er war Mitglied in diversen Tanzkompanien, u. a. bei „pvc-Tanz“ in Freiburg, seine Arbeiten wurden an zahlreichen Theatern und auf Festivals in Europa und Amerika gezeigt. 2010 hat er in Buenos Aires die Performance „Labyrinth“ im öffentlichen Raum initiiert und zurzeit entwickelt er ein Live-Radio-Hörspiel über das Ende der Welt.

Mit Murielle Elizéon, Bettina Grahs, Georg Hobmeier, Thomas Jeker, Anja Müller,Tommy Noonan Regie Tommy Noonan, Ausstattung Moritz Müller, Kostüme Violaine Thel, MusikThomas Jeker, Dramaturgie Carolin Hochleichter, Tanz-Dramaturgie Georg Hobmeier, Produktionsleitung Doreen Markert, Dramaturgiehospitanz Luisa Wirth, Assistenz (Kostüme & Produktion) Sarah Marguier
 
 
Menschen:
Georg Hobmeier